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Sprüche

10/19

Unsere Wünsche sind Vorgefühle der Fähigkeiten,
die in uns liegen,
Vorboten desjenigen,
was wir zu leisten imstande sein werden.

Johann Wolfgang von Goethe


09/19

Gross ist die Gegenwart des Menschen,
dieses Wesens, das seine wahre Vollkommenheit sucht.
Weit grösser ist die Zukunft der Menschheit.
Man kann sie mit einem Worte beschreiben:
Herrschaft des Geistes über den Stoff, der Wahrheit über die Lüge,
des Vollkommenen über das Unvollkommene.

Heinrich Lhotzky


08/19

Was nicht gesehen werden kann und jenseits des Denkens ist,
was ohne Ursache oder Teile ist, was weder wahrnimmt noch handelt,
was unwandelbar ist, alldurchdringend, allgegenwärtig, feiner als das Feinste,
das ist das Ewige, von dem die Weisen wissen, dass es die Quelle von allem ist.
So wie eine Spinne ihren Faden ausspinnt Und ihn in sich zurücknimmt,
so ist die ganze Schöpfung aus dieser Kraft heraus gewoben und kehrt in sie zurück.
So wie Pflanzen in der Erde wurzeln,
so werden alle Dinge aus dieser allgegenwärtigen Energie unterhalten.
So wie ein Haar aus eines Menschen Kopf wächst,
so entsteht alles aus dieser unendlichen Intelligenz!

Upanishaden »geheime Sitzungen«, indische religiöse Literaturgattung


07/19

Warum faszinieren uns Kinder? Ihr Handeln und Tun? Weil sie ganz lebendig
im Augenblick aufgehen, ohne belastende, sorgenvolle Gedanken an morgen.
Sie brauchen sich nicht um Alltagsrealitäten zu kümmern.
Wir spüren ihr Lebendigsein.
Treffen wir einen ebensolchen Erwachsenen, bezeichnen wir ihn als Träumer,
irrealistisch und weltfremd. Vielleicht hatte er diese Kraft, sich sein Kind zu bewahren.
Vielleicht weiss er, dass er sich nicht zu sorgen braucht, weil für ihn gesorgt ist.
Und ihr leidet am Verlust des kindlichen Urvertrauens,
was euch jegliche Lebendigkeit nimmt!

Irina Rauthmann


06/19

Wir sehen nicht, dass der GEIST hier und jetzt voll und ganz gegenwärtig ist,
weil unser Gewahrsein durch Vermeidungstendenzen getrübt ist.
Wir wollen nicht entscheidungslos die Gegenwart gewahren;
wir wollen vielmehr vor ihr davonlaufen, oder ihr nachlaufen,
oder wir möchten sie ändern, sie hassen, sie lieben, sie verabscheuen
oder irgendetwas unternehmen, um in sie hinein oder aus ihr hinaus zu gelangen.
Wir tun alles Mögliche, nur nicht in der reinen Gegenwart des Gegenwärtigen verweilen.

Ken Wilber

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