image_header

Sprüche

19/19

Die Weisheit eines Yogis – der Spur von prana folgen

Die physische Welt ist unsere Schöpfung.
Jeder von uns erschafft seine eigene Version der Welt,
seine eigene Wirklichkeit und einzigartige Lebenserfahrung.
Da mein Leben eine Manifestation der Energie ist, die ich kanalisiere,
kann ich aus meiner Schöpfung ein Feedback über mich selbst erhalten.
Wie ein Künstler, der sein neuestes Werk begutachtet, können auch wir die fortwährende
Gestaltung unseres Lebens betrachten und Rückschlüsse auf uns selbst ziehen.
Wir können an der von uns selbst geschaffenen Wirklichkeit erkennen,
was wir noch lernen müssen.

Shakti Gawain, Leben im Licht


18/19

Die Weisheit eines Yogis – das Geheimnis willkommen heissen

Nur jemand, der weiss, was Schönheit ist,
blickt einen Baum oder die Sterne oder das funkelnde Wasser eines Flusses
mit völliger Hingabe an,
und wenn wir wirklich sehen, befinden wir uns im Zustand der Liebe.

Jiddu Krishnamurti


13/19

Die Weisheit eines Yogis – das mantra der Liebe

Ich wünsche dir Augen, mit denen du einem Menschen ins Herz schauen kannst
und die nicht blind werden, aufmerksam zu sein für das,
was dieser Mensch von dir braucht.
Ich wünsche dir Ohren, mit denen du auch Zwischentöne wahrnehmen kannst
und die nicht taub werden beim Horchen auf das,
was Glück und die Not des anderen ist.
Ich wünsche dir einen Mund, der das Unrecht beim Namen nennt
und der nicht verlegen ist, um ein Wort des Trostes und der Liebe zur rechten Zeit.
Ich wünsche dir Hände, mit denen du zärtlich liebkosen
und Versöhnung bekräftigen kannst
und die nicht festhalten, was du in Fülle hast und teilen kannst.
Ich wünsche dir Füsse, die dich auf den Weg bringen zu dem, was wichtig ist,
und die nicht stehen bleiben vor Schritten, die entscheidend sind.
Ich wünsche dir ein Rückgrat, mit dem du aufrecht und aufrichtig leben kannst
und das sich nicht beugt vor Unterdrückung, Willkür und Macht.
Ich wünsche dir ein Herz, in dem viele Menschen zu Hause sind
und das nicht müde wird, Liebe zu üben und Schuld zu verzeihen.

Christa Spilling-Nöker


12/19

Die Weisheit eines Yogis – Erkenntnis und Hingabe

Ohne irgendetwas zu wollen, verweile ich in der höchsten Wirklichkeit,
völlig entspannt und doch immer gesammelt.
Im Bereich der Leerheit verweile ich in der Erleuchtung.
Im Reich der Glückseligkeit verlasse ich mich auf die Erkenntnis.
Im Bereich des "nicht-denkens" verweile ich in dem lichten, lauteren Geist der Soheit.
In der "Welt der zehntausend Dinge" weile ich in der Stille des Geistes.
Da ich in der ursprünglichen Natur des Geistes ruhe,
wird mir eine Fülle von tiefen Erkenntnissen zu teil.

Milarepa


11/19

Eine Emotion ist die gewohnheitsmässige Anhaftung,
die uns automatisch Erfahrungen danach einordnen lässt,
ob unser Ego sie als anziehend (Gier), abstossend (Abneigung, Hass)
oder neutral (Verblendung) empfindet.
Je stärker die Anhaftung ist, desto heftiger werden auch unsere Reaktionen sein,
bis sie schliesslich die Schwelle zum bewussten Geist überfluten
und sich als jene deutlichen Gefühlsregungen manifestieren,
die wir normalerweise Emotionen oder auch störende Gefühle nennen.

Gendün Rinpoche

image_content_right_05